Cape Epic Stage 7 – 64km und 1350hm – auf nach Hause!

Eine Etappe mit den schönsten Aussichten über das Western Cape stand bevor. Da die Platzierungen nun definitiv vergeben waren, wollten wir diesen letzten Tag noch richtig genießen. Natürlich waren wir von den letzten Tagen auf den Bikes und eisigen Nächten erschöpft – doch eine derart schöne Etappe hält fit – wie im Traum rollten wir dahin und bewunderten die Natur.,

Das Gefühl nach all den Strapazen nach 8 Tagen in Lourensford einzufahren ist immer wieder ein Erlebnis und sehr überwältigend – ich kannte es ja schon von den letzten 5 Jahren, doch für Lisa war es einfach nur genial.

Freudestrahlend und vor Glück mit Tränen in den Augen – wir hatten es geschafft – 4.Platz, ein echt tolles Ergebnis für dieses harte Rennen der UCI-HC!

Das war unser Epic und mit großer Wahrscheinlich werden wir die Gegend irgendwann wieder zum Biken aufsuchen.


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Cape Epic Stage 6 – 81km und 2200hm – Groenlandberg und die Oak Valley Trails

Eine wunderschöne Traumetappe bei genialem Wetter stand bevor – nur die Nacht war eisig kalt!

Meine Tortur des Vortages hatte Spuren hinterlassen, das Bike konnte im großen und ganzen wieder hergestellt werden, nur der kaputte Schalthebel für vorne war nicht mehr zu retten – mir blieb auch heute keine andere Wahl, als die steilen Anstieg auf dem mittleren Kettenblatt rauf zu drücken und meine Beine waren kurz vor dem Zerspringen – Lisa konnte ihr Trainingsprogramm daneben optimal verwirklichen! Auf den Downhills hatten wir richtig Spaß, auch wenn Lisa den Lenker wegen offener Blasen an den Händen kaum  noch halten konnte, sie folgte meiner Spur mit Höllentempo fast ungebremst über Geröll und holprige Jeep-Tracks und schließlich über die genialen Oak-Valley –Trails bis in Ziel. Der Wind hatte sich gelegt und wir wechselten in der Führungsarbeit ausgeglichen ab.

Mit dem 4.Platz kamen wir nach 4:58h ins Ziel – nun freuen wir uns auf eine längere Nacht und einen späten Start um 8:30h für die letzte Etappe von Oak-Valley nach Lourensford.


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Cape Epic Stage 5 – 119km und 2350hm – nasse Tortur von Caledon nach Oak Valley

Nachdem in Caledon schon am Abend der Regen nach dem Sturmwind eingesetzt hatte, war für die schwere Überführungsetappe nach Oak Valley auch Dauerregen angesagt. Durchgefroren nach kalter Nacht gelang es uns noch zeitig genug für den Start aufzutauen – es sollte das härteste Cape Epic seit 9 Jahren des Bestehens werden.

Auch diesmal gelang uns ein prächtiger Start – nur ging es entschieden zu schnell in durchgeweichte Sandpisten mit Schlammsuhlen durchsetzt mit grobem Geröllstein – eine reine Materialschlacht. Dies war keine gute Idee, hier hätte unbedingt eine Streckenumleitung stattfinden müssen – leider verpasst!

Und zu allem Unglück erwischte es auch mein Rad – der Schaden war irreparabel, nach 5km war die Kettenführung der Schaltröllchen abgerissen, verursacht durch schlagendes Geröll in den Schlammlöchern, bemerken konnte ich es erst nach weiteren zähen 5km den Berg rauf – ich kämpfte und wunderte mich über den heftigen Rollwiederstand – kein Wunder, wenn die Kette am Schaltwerk und im Rahmen schleift – im Feld von 500 Radfahren, die durch weichen, nassen Sand und Schlamm suhlen, lassen sich derartige Defekte nicht sofort hören und erkennen.

Pech gehabt, mir war klar dass diese Panne eine Tortur für mich zur Folge hatte – Lisa konnte daneben nichts weiter machen, als ein Grundlagentraining zu absolvieren – wenigstens dafür war es gut und zum Glück hatten wir diesmal noch warme Windjacken mit! Ich dagegen musste ca. 300x vom Rad springen, Kette auf Schaltröllchen fädeln und wieder ran sprinten, jede Schlammsuhle und jedes Geröllfeld laufen. Nur auf glatter Piste konnte ich mal länger als 500m auf dem Rad bleiben und sprinten, selbst die Downhills mussten wegen klemmender Kette dauernd unterbrochen werden. Als dann für die letzten 45km noch der Freilaufkörper wegen den Schaltproblemen kaputt war, war das Vergnügen bei kaltem Dauerregen und heftigem Gegenwind fast unerträglich – doch unermüdlich ab sofort ohne Freilauf, also auch jeden Downhill weitertretend, kämpfte ich durch. Richtig heftig wurde es dann in den schlammigen, technisch anspruchsvollen Trails, die 30km vor dem Ziel begannen. 8km vor dem Ziel zerriss der Schaltkäfig dann endgültig und ich musste die Kette entfernen – Roller spielen war ab nun angesagt – waren ja nur noch  wenige Kilometer bis ins Ziel auf Single-Trails! Und Lisa konnte noch ein Krafttraining anhängen indem sie mich, wo immer es möglich war, schob oder zog – und so schleppte sie mich auch die letzten 100m durch die aufgeweichte Wiese bis ins Ziel!

Den 6.Platz hatten wir dennoch erreicht, doch eine echte Chance auf den Wiedergewinn des dritten Gesamtranges gab es nun keine mehr.


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Cape Epic Stage 4 – 105km und 2600hm – Caledon

Völlig gerädert vom schweren Vortag wachten wir früh um 5:00Uhr auf – dann mal ab ins neue Vergnügen – doch auch die Konkurrenz hatte gelitten, so gingen wir guten Mutes ins Rennen.

Und Starten können wir echt gut – dies bewies der 4.Start im Massenfeld auch heute wieder. Wir fanden uns schnell und konnten mit einem genialen Antritt im ersten langen Anstieg an dritter Stelle diesen beenden. In den Downhills war es ein Vergnügen, an vielen Männerteams vorbeizufahren. So wurden wir schnell wieder von guten Gruppen eingeholt, in deren Windschatten wir uns einigermaßen halten konnten – jedenfalls die ersten 80km bis dann der Höllenwind losging!

Ab hier hatte jedes Team für sich zu kämpfen, Sturmwind frontal, Böen von allen Seiten, heftige Anstiege zur Erholung! Fahren in Gruppen war unmöglich – so heftig war der Wind, so dass er uns regelrecht in Schlagseite versetzte und wir Teilweise nur mit Mühe auf den Trails bleiben konnten.

Da machte sich dann auch mein harter Einsatz vom Vortag bemerkbar und meine Akkus waren 20km vor dem Ziel fast leer – Lisa hatte sich prächtig erholt und wieder mächtig Dampf, so kämpfte sie diesen Tag gegen den Wind und ich versuchte, etwas davon zu profitieren.

Immerhin hatten wir auf den dritten Platz wieder einige Minuten gut gemacht, wenn nun alles glatt gehen würde, gäbe es wieder eine reelle Chance auf den dritten Gesamtrang. Warten wir es ab. Jetzt erst mal regenerieren.


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Cape Epic Stage 3 – 147km und 2900hm – von Robertson bis Caledon

Tag 4 des Cape Epic stand für uns unter keinem guten Stern. Wir hatten zwar einen ausgezeichneten Start und konnten die ersten 40km mit dem Elite-Herrenfeld auf relativ flacher Staubpiste mithalten. Als es dann aber in den ersten langen Anstieg ging, wurde Lisa plötzlich Kreidebleich und musste sich von ihrem Frühstück verabschieden – woran auch immer es lag, danach ging es nur noch ums durchhalten. 100km und 2 weitere heftige lange  Anstiege, neben etlichen kurzen Steilrampen mussten noch bewältigt werden – das war keine leichte Aufgabe unter extrem heißen Bedingungen und teils sehr starkem Gegenwind.

Nach bestem Vermögen unterstütze ich Lisa, der es nicht wirklich gut ging und fuhr fast alles alleine im Wind, denn in Gruppen konnten wir uns unter diesen Umständen nicht halten. Völlig erschöpft aber doch glücklich erreichten wir nach ca. 7:12h das Ziel und suchten sofort die Race-Klinik auf, um festzustellen, was bei Lisa los war. Gott sei Dank stellte sich nach einer Blutkontrolle und Untersuchungen durch die Race-Doktoren heraus, dass die Magenverstimmung nach Zuführung der verlorengegangenen Mineralstoffe wieder vergehen würde.

Leider bedeutete dieser Vorfall den Verlust unseres 3.Ranges, 20 min. hatten wir verloren. Hoffen wir nun auf einen besseren Start in den neuen Tag.


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