Cape Epic Stage 2 – wieder Dritte der Etappe

122km und 1600hm, eigentlich kein Problem – doch bei so wenig Höhenmetern war mir vorher klar: Höllentortur für mich, denn ich liebe die Trails und endlose high speed Schotterpisten waren noch nie mein Ding. Doch da muss jeder durch – für alle was dabei beim Epic!

Wir konnten wieder einen ausgezeichneten Start hinlegen, alles ganz prima. Nach 30km fanden wir uns in einer sehr schnellen Gruppe zusammen mit dem bisher Viertplatzierten Team. Das Zweitplatzierte hatten wir schon weit hinter uns gelassen.

Doch dann erwischten uns einige Defekte. Einmal ein Ast im Schaltwerk, war nicht schlimm, diesen hatte ich gleich entfernt. Doch dann ein Draht in Lisa’s Ritzelpaket, der war etwas hartnäckiger und Lisa musste einen Megasprint hinlegen, um die Gruppe wieder zu schnappen. Auf den weiteren Kilometern machte Lisa Jagd auf ihre verlorengegangenen Flaschen – doch auch hierbei gelang uns der Verbleib in der Gruppe. Kurz vor der zweiten Verpflegung erwischte es dann meinen vorderen Schalthebel vollständig, dies bedeutete ab sofort unfreiwillige Schaltautomatik auf den Kettenblättern. Bedienung über Schalthebel ausgefallen, die Folge waren heftige Kettenklemmer und blutige Fingerkuppe, denn der Zahnkranz hatte zugebissen, ständig auf dem falschen Blatt unterwegs, insofern die Kette ausnahmsweise einmal auf einem Blatt verblieb … Pech. An unserer Gruppe konnten wir nicht mehr dran bleiben. Mir zersprangen die Muskeln als ich den kurzen Anstiege alle auf dem großen Blatt raufkeulen musste und oben angekommen die Kette sich für das kleinste Blatt entschieden hatte, so dass ich erst mal ins Lehre zu treten hatte.

Noch 40km bis ins Ziel und ich war völlig am Ende. Lisa machte ihren Job super und setzte sich für maximale Schadenminimierung ein indem sie sehr rücksichtsvoll im Wind fuhr – so gelang uns wieder der dritte Platz in der Etappe. In der Gesamtwertung nun auf Platz 4 zurückgefallen wollen wir morgen nach erfolgreicher Regeneration erneut angreifen.


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Cape Epic Stage 1 – wieder Dritte, doch das war heftig

Der Prologtag war wie die letzten 3 Jahre auch wieder sehr anstrengend. Nach dem Rennen eine geniale Live-Siegerehrung, doch dann ein volles Programm:

Bike-Check und Reparaturen, Klamotten waschen, kurze Massage, alles einpacken und mit den Autos zum Etappenstart ca.140km weiter entfernt, diesmal nach Robertson. In Robertson angekommen erst mal Orientierung im Race-Village, Toolboxen für den nächsten Tag packen und einchecken, Wasserflaschen vorbereiten und am Nutrition-Truck abgeben, Supporter-Pässe besorgen – und das alles musste bis 18:00Uhr fertig sein, denn da gab es Abendessen und die tägliche Siegerehrung aller Kategorien im Festzelt bereits um 19:00Uhr!

Das ist nun alles geschafft – heute früh gab es um 5:30Uhr Frühstück und um 7:00Uhr Startschuss – wir waren guter Dinge – denn den Stress vom Vortag hatte hier ja jeder wegstecken müssen. Die heutige Etappe lies mit 114km und 2300hm grüßen, natürlich keine einfachen Höhenmeter – Mr. Evil wollte es mal wieder wissen und machte ernst mit seiner Aussage das schwerste Etappenrennen der Welt auszutragen – eine halbe Stunde vor Zielschluss sind noch lange nicht alle Fahrer eingetroffen.

Lisa und ich hatten einen prima Start, kamen die ersten 600hm hervorragend rauf, doch dann wurde es mächtig steil und rutschig in den folgenden Anstiegen – etliche Kilometer mussten wir unsere Bikes schieben, die Downhills waren anspruchsvoll mit losem Gestein gespickt, also nichts für Anfänger. Mit unseren 29-er Bikes kamen wir auch hier ausgezeichnet zurecht. Die viele Lauferei hatte bei mir wie immer in solchen Fällen nach 60km heftige Beinkrämpfe verursacht und Lisa war superstark, so konnte ich mich sehr viel in Ihrem Windschatten ausruhen. Für die letzten 30km war „Sandpisten bügeln“ angesagt,  rauf und runter – endlos. Ich hatte entschieden, dass wir unsere Kräfte für die Folgetage sparen sollten, so bewältigten wir die restlichen 25km relativ entspannt, schnell spulend bis ins Ziel zurück. Dort ging die Rechnung auf, wir konnten unseren dritten Platz vor dem Südafrikanischen Team mit 1:50min Vorsprung verteidigen. Nun heißt es erst mal zu regenerieren und alles für den nächsten Tag vorbereiten. Mit Bradley haben wir den besten Supporter, den wir uns vorstellen können – Danke!


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Cape Epic Prolog – das notebooksbilliger.de Team setzt ein Zeichen – 3.Platz zum Auftakt

Nach dem tollen Erfolg beim Welt-Cup in Pietermaritzburg hatten Lisa und ich eine knappe Woche Zeit, uns zu erholen und innerlich auf das große Etappenrennen vorzubereiten. Gemeinsam erforschten wir auf 3 entspannten Trainingstouren etliche Trails um den „Table Mountain“ und im „Table Mountain  National Park“, sowie die Waterfront von Kapstadt.

Am Freitag gab es eine Pressekonferenz. Hier hatten alle Reporter Möglichkeit die Top-Teams zu interviewen und näher kennenzulernen. Mit Stage 0, der Registrierung von 1200 Fahrern an der V&A Waterfront, wurde am Samstag dann ernst gemacht – nun gab es kein Zurück mehr, auf in den Wettkampf!

Gott sei Dank hatte sich mein Husten zum Besseren gewendet und Lisa konnte die letzte Nacht beruhigt einschlafen. Unser Südafrikanischer Team-Manager Bradley hatte sich bestens um die Räder gekümmert. Das Supporter-Team konnten wir mit einer netten Schwarzafrikanerin, Asanda ihr Name, die hervorragend massieren kann, komplettieren. Sonntag früh noch schnell das Appartement ausräumen, Wohnmobil einpacken und zum Prolog nach Meerendal.

Kurz nach 10:00 Uhr erfolgte unser Start für das notebooksbilliger.de Team. Nicht zu schnell anfahren, kontrolliert in die Trails und Ruhe bewahren, so der Plan. Lediglich ein kleiner Kettenklemmer störte uns im ersten Uphill, dann ging es reibungslos weiter. Mit viel Freude, tollen Aussichten auf Table Mountain, auf staubigen und steinigen Downhills, sowie flowigen Trails bewältigten wir schweißgebadet und erschöpft, doch total glücklich, die ersten 900hm und 27km in Südafrika.

Die Belohnung erfolgte mit dem dritten Platz im stark besetzten Frauenfeld.


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Eine Woche warten auf Cape Epic Start

Südafrika ist nicht nur für Training und Rennen-Fahren gut, nein, wir erlebten noch anderes: Safari – Cape Town – Table Mountain – Cape Point und die Pinguine

Das durften wir uns nicht entgehen lassen: Eine Jeep-Safari im Tala Game Resort nicht weit von Pietermaritzburg entfernt. Es gab alles zu sehen, nur keine Großkatzen und Affen. So trafen wir neben den Springböcken, Impala-,  Iland-, Kudu- und Blessbock-Antilopen auch auf die Wilden Knus, hier „Wilde beast“ genannt. Die Nilpferde zeigten sich im Ententeich, Warzenschweine ließen sich beim Gras fressen kaum stören, Zebras und Giraffen sind immer eine Augenweide, auch die Nashörner trollten geruhsam vor dem Jeep her, um ans Wasserloch zu kommen.

Dann Ankunft in Cape Town. Erst mal Räder aufbauen und Standortorientierung durchführen. Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf Erkundungstour mit den Bikes. Unser Weg führte uns von Sea Point nach Camps Bay, Hout Bay und Table Mountain View. Am nächsten Tag erforschten wir auf unserer Trainingstour einige Bike Trails am Tafelberg – die Aussicht auch knapp unterhalb des Plateaus war grandios.

Heute hatten wir dank eines Freundes eine Tour um Cape Hope im Auto machen dürfen. Ein ruhiger, recht windstiller Tag erwartete uns draußen am „Kap der Guten Hoffnung“. Die niedrige Buschlandschaft des Table Mountain National Parks ist einmalig, genau wie der Blick auf die beiden Ozeane, die hier zusammen treffen, Atlantik und Indischer Ozean – da versteht man, weshalb damals die Seeleute auf der Suche nach dem Seeweg nach Indien in der „Falschen Bucht“ gelandet waren und monatelang in der Flaute trieben – dabei waren sie ja schon um den südlichsten Punkt Südafrikas herum und hatten nur noch das „Kap der Guten Hoffnung“ zu umfahren!

Danach besuchten wir die Zwergpinguine am Boulder Beach in Simons Town und vollendeten den herrlichen Tag mit einem Fischessen direkt am Fischereihafen.

Nun hoffe ich nur noch, dass die lästigen Halsschmerzen, die ich mir auf dem letzten Flug wegen der Klimaanlage geholt hatte nachlassen und ich bis zum Cape Epic Start am Sonntag wieder voll hergestellt bin.


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Und der Erfolg war unser…

Heute Morgen überraschte uns nach verregneter Nacht ein strahlend blauer Himmel. Unser Start um 11:30 Uhr  versprach beste Bedingungen. Regen war erst am Nachmittag wieder zu erwarten.

Unsere Rennvorbereitungen liefen perfekt, sogar den Ersatzlaufradsatz konnten wir noch mit einer neuen Kassette versehen. Pünktlich um 10:00 Uhr machten wir uns per Rad mit unseren Flaschen, den Ersatzrädern und Werkzeug auf dem Rücken auf den Weg zur Rennstrecke, Warmfahren. Unsere Betreuer Bradley und Michael, Studenten aus Pietermaritzburg waren schon zum U23-Rennen der Männer ab 9:00 Uhr an der Rennstrecke und erwarteten uns.

Nach der Aufklärung einer verwechselten Startnummer bei Lisa genügte die Zeit noch für ein paar Sprints – und schon wurde zum Start aufgerufen.

Lisa mittendrin, ich aus der letzten Startreihe, so konnte ich bestens beobachten, wie Lisa sich durch das Startgetümmel nach vorne schob, ich dagegen stand erst mal im Stau – naja, so ist da eben, wenn man 2 Jahre mit den XCO-Rennen ausgesetzt hat und dann gleich bei einem World Cup startet, in welchem es schon nach 300m Sprint in den ersten Singletrail geht!

So durfte ich den ersten Uphill raufschieben, den 2. Und 3. auch, im Stau stehen und die ersten Drops gar nicht fahren, da zu viele Fahrerinnen darin gestürzt waren. Umso besser kam ich zur 4.Runde in Fahrt, bei nunmehr freier Stecke konnte ich jeden Drop, jeden Jump und jeden Rockgarden in vollen Zügen genießen, das war mir der Start schon Wert gewesen – so schön war es.

Lisas Vorwärtsdrang konnte ich mit großer Freude über das Tal hinweg beobachten, dabei vergaß ich fast, selbst schnell zu fahren. Umso überraschter war ich, dass es mir auf dieser Strecke gelungen war, trotz Stau über 2 Runden,  nicht überrundet zu werden, sondern dass Rennen mit einem glorreichen 48.Rang zu beenden.

Im Ziel bekam ich dann die freudige Nachricht, dass Lisa sich bis auf Rang 15 vorgeschoben hatte, dabei sich nur einen Patzer erlaubt hatte und im letzten Drop lieber auf Nummer Sicher gegangen war und so mit ihrer besten World Cup Platzierung ihrer Laufbahn auftrumpfen durfte: Rang 16 für Lisa auf einer der schwierigsten MTB Rennstrecken im ganzen World Cup!

Weitere Ergebnisse unter www.uci.ch

… und ein ganz großer Dank geht an Joshreid, einen Fotografen aus Durban, welcher uns tolle Bilder zur Verfügung stellte…


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Jetzt wird’s ernst – Morgen ist der erste World Cup Start

Nun sind wir endgültig angekommen:

Pietermaritzburg, World Cup 2012 am 17.März, Start des Frauen-Eliterennen um 11:30 Uhr Ortszeit Südafrika, 10:30 Uhr Deutsche Zeit.

Drückt uns alle Damen!

Nach etlichen Trainingstouren, unter anderem mit der Deutschen Top-Downhillerin Harriet zusammen auf der Downhillstrecke, sind wir nun für das hiesige Gelände gewappnet. Es ist uns neben allen anderen Rennvorbereitungen auch gelungen, unsere neuen Bikes erfolgreich in Topform zu bringen, zur allgemeinen Freude der Sponsoren.

Heute hatten wir bei unserer Vorbelastung trockene Bedingungen trotz Regenvorhersage. Aufgrund von Lisas Nervosität hatte diese sich nochmal bei der Generalprobe im Dreck gesuhlt. Doch alles andere lief super und somit sind wir nun gespannt wie sich die Rennpferde morgen auf dem Kurs bewegen und ob es uns gelingt, da mitzuhalten.  Hoffen wir auch auf Trockenen Boden, viele Zuschauer und einen Mega-Spaß – dann ist auch uns der Erfolg sicher!


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Endlich in der Sonne und auf dem Bike

Nach anstrengenden Restorganisationen ist es uns tatsächlich gelungen, den Flieger am Sonntagabend noch zu erwischen und mit in die Sonne zu fliegen. Am Montagnachmittag in Pietermaritzburg angekommen, zuerst Bikes aufgebaut, uns im Zimmer eingerichtet, geduscht und Essen gegangen und schon war der Tag wieder rum.

Doch heute ging es endlich auf die Bikes – natürlich direkt zur Rennstrecke, die seit 2009 komplett umgebaut wurde – meine Spannung war entsprechend hoch. Ich sollte nicht enttäuscht werden, ich hatte meinen Spaß: Jede Menge Drops, enge Kurven rauf und runter, Wurzeln und die berüchtigten “Rock-Gardens”. Doch als wir die erste Runde beendet hatten und Lisa sich selbst doch noch positiv überrascht hatte, wurde die Strecke gesperrt – zu viele Knochenbrüche in den letzten 8 Tagen, einige Veränderungen müssen nun durchgeführt werden!

… und diese haben wir heute gesehen – noch schlüpfriger und holpriger – doch unsere Lust am Biken ist stark angestiegen. Registrierung am Morgen war gelungen, noch etwas ausruhen, denn erst um 12:00 Uhr wurde die Strecke geöffnet – alle Fahrer stellten sich in Position, um diese zu stürmen! Wir gingen es gelassen an und hatten dadurch kaum Stauungen an den Hindernissen. In der 3. Runde hatten wir den Dreh raus und konnten beide alle Hindernisse erfolgreich überwinden.

Uns geht’s von Tag zu Tag besser, die Sonne tut nur gut. Bald gibt’s auch ein paar neue Bilder – morgen ist Ruhetag, da werden wir’s schaffen.

Mal schauen was weiter noch passiert – wir halten euch auf dem Laufenden.


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